Guten Morgen, ich habe mir vor gut 4 Wochen einen Holz Lkw voll mit Holz liefern lassen. Sind um die 50 RM, geschlagen im Januar diesen Jahres und alles Hartholz (Buche, Esche und Birke). Geliefert wurden drei Meter Stämme, welche ich alle auf 1 Meter gesägt und gestapelt habe. Würde schätzen Durchmesser meist zwischen 15 und 25 cm. Insgesamt sind nun etwas über 900 Meter Stämme raus gekommen und von größeren Stämmen noch so circa 25 Scheiben, 25 cm lang und Durchmesser ca 50-70 cm. An meinem Holzschuppen habe ich vorne die Lamellen Elemente weg genommen. Somit überdacht mit Wellblech, Seiten links und rechts komplett zu, Rückseite 20 cm Bretter mit immer einem Zentimeter Luft dazwischen und der Boden ist mit Euro Paletten ausgelegt. Nach vorne bleibt er komplett offen...
Wir haben dieses Jahr im Januar unseren neuen Kamin bekommen. Unser Holzschuppen war noch zu einem Drittel voll mit Schrott Holz, was da wohl schon 20 Jahre trocken lag, dieses soll diesen Winter verheizt werden. Das Holz habe ich mir gekauft und auf 8-10 Jahre gerechnet, habe ich auch das ganze Jahr für gespart. Ich gehe nicht davon aus das die holzpreise noch mal deutlich fallen, zudem hat sich der Verkäufer deutlich vermessen, also ich habe weniger bezahlt als was ich bekommen habe. Das Holz wird wohl mit den Jahren an Brennwert verlieren aber ich denke damit kann ich leben. Ich habe mir nun einen holzspalter mit 7 t Spaltkraft gekauft und das Holz soll bis Ende November gespalten unter Dach.
Wie würdet ihr das Holz spalten und stapeln?
Buche, Esche und Birke gemischt oder getrennt?
Eigentlich möchte ich ALLES auf 25 cm Länge sägen, dann spalten und direkt weg stapeln für die nächsten Jahre.
Nun sagte mir ein Nachbar er würde erstmal ALLE Stämme auf 50 cm Länge sägen, einmal in der Mitte durch spalten und so unter Dach weg stapeln. Er meinte der Brennwert bleibt so viel länger im Holz. Und immer ein Jahr im voraus eine gewisse Menge für den nächsten Winter komplett spalten, den Rest wie grad geschrieben, als 50 cm lang und einmal in der Mitte spalten und so stapeln.
Das sind dann ja gut 3600 50 cm Stücke die ich da weg Stapel und dann ja Jahr für Jahr nochmal in die Hand nehmen muss zum weiter bearbeiten.
Stimmt ihr dem zu oder würdet ihr direkt alles komplett spalten und stapeln? Vielen lieben Dank vorab!
Schade, bislang keine Antwort. Trotzdem danke fürs lesen, aber so macht es ja keinen Sinn.
Alles klein sägen spalten und stapeln.
Je öfter du ein Holz in die Hand nehmen musst desto unwirtschaftlicher ist das ganze.
Ich säge mein Holz im Wald auf Ofenlänge, fahre es Heim, Spalte und richte es auf, Baum für Baum, Hänger für Hänger.
Die Birke musst du unbedingt spalten den die verstockt und ist in einem Jahr nur noch Papier.
Grüsse
Christian
Hallo Christian, danke schön für deine Antwort.
Das mit der Birke habe ich auch schon gehört. Leider habe die Massen an ein Meter Stämmen alle durcheinander gestapelt. Ich hätte die Birke gesondert stapeln müssen.
Ich denke ich werde alle Stämme auf 50 cm kürzen und einmal spalten und stapeln. Dann bekomme ich auch deutlich mehr Menge unter Dach. Denke selbst dafür reicht der Platz nicht. Aber glaube auf die Jahre gerechnet macht es Sinn größere Stücke zu lagern??
Ich werde alles getrennt stapeln, Buche und Esche, jeweils 50 cm Länge und einmal gespalten.
Und die Birke werde ich auf 25 cm sägen und komplett kamin gerecht spalten.
Dann immer für ein oder zwei Jahre Holz auf 25 cm sägen, spalten und im Carport unter Dach stapeln für den nächsten Winter.
Sorgen mache ich mir aktuell, da viele schreiben der brennwert wäre nach 3/4 Jahren nur noch halbiert.
Anders herum heißt es aber auch hartholz sollte schon 2 oder auch 3 Jahre ablagern. Dann kann sich der brennwert nach 3/4 Jahren ja nicht so sehr mindern.
So gross ist der Brennwertverlust mit Sicherheit nicht, schön gestapeltes Holz, belüftet besonders von unten und absolut im Trockenen gelagert macht auch noch nach zehn Jahren gut warm.
Bei der Birke muss man halt echt aufpassen
Grüsse
Christian
Hallo, ich bin neu hier und hoffe, dass ich hier im richtigen Thread poste.
Ich habe mein komplettes Holz auf 25cm Stücke gesägt. Es handelt sich ausschließlich um Buche und Eiche. Alles mindestens 2-3 Jahre abgelagert.
Nun habe ich bemerkt, dass meine Fiskars X17 bei mehreren Scheiten zu klein ist. Die Scheite sind 30-40 cm dick und teilweise recht knorrig.
Meine Überlegung ist eine größere Axt zu besorgen oder/und Spaltkeile. Ich werde von den Empfehlungen im Netz nicht schlau. Bin auch eher der Laie, wobei ich schon viele Jahre Holz spalte. Diesmal sind aber etwas zu dicke Stücke dabei.
Was würdet ihr mir empfehlen?
Bin für jeden Tipp dankbar.
Holz unbedingt spalten, solange es noch frisch, feucht ist. Trocken lässt sich Birke oder Esche so gut wie nicht mehr spalten.
Holz heizt aus dem (Trocken-)Gewicht, nur das Wasser heizt nicht. Solange Pilz und Holzwurm das Holz noch nicht aufgearbeitet haben und das Holz trocken ist, heizt es, egal wie alt.
Zum Stapeln:
Nach meiner Erfahrung lassen sich 50 cm lange Scheite wesentlich einfacher und schneller stapeln, als welche mit 25 cm. Der Stapel bleibt auch wesentlich stabiler.
Man muss halt das Holz dann irgendwann nochmal in die Hand nehmen und sägen.
Zur Frage von banisbay: Wenn man mal richtig stark verwachsenes Kronenholz erwischt hat, hilft auch eine größere Axt oder ein Spalthammer nur noch bedingt.
Irgendwann kommt man um einen Holzspalter nicht mehr herum, sonst arbeitet man sich kaputt.
Hier hat lange keiner mehr geschrieben, dabei ist es ein schönes "Stammtischthema".
Nach meiner Erfahrung behält Holz bei korrekter Lagerung über viele Jahre seinen Heizwert. Von einer Tischlerei habe ich schon jahrzehnte alte Holzabschnitte verheizt, es wurde schön warm. Richtig auch, Hölzer wie Birke verheize ich, nach korrekter Trocknung, lieber zeitnah. Die Hölzer sortiere ich beim Stapeln nach ihrer Trocknungszeit.
Brennholzmachen von Hand ist für mich Ritual, Freude und Sport. Daher habe ich auch ein entsprechendes Sortiment an Spaltäxten und -hämmern. Bin nun deutlich über 50 und "dresche" nicht mehr mit ungebändigter, sinnloser Kraft auf das Holz ein. Dafür mit Verstand, das geht leichter und besser.
Meine Tips zum Thema Holzspalten von Hand:
Wichtig zum Spalten ist ein größerer Keilwinkel, deshalb Spaltäxte und Spaltbeile kaufen. Ob nun rustikal geschmiedet mit Holzstiel oder modern mit Verbundwerkstoffstiel ist eher Glaubensfrage. Pflegeleichter sind Werkzeuge mit Kunstoffstiel. Denen schadet hohe Feuchtigkeit oder extreme Trockenheit bei der Lagerung weniger.
Zur Grundausstattung empfehle ich ein Spaltbeil mit ca. 700g Kopfgewicht für das Kleinholz, eine ordentliche Spaltaxt mit ca. 1500g bis 2000g Kopfgewicht und einen Spalthammer mit 2500g bis 3500g Kopfgewicht. Hier nach Körperkraft und Ausdauer entscheiden, im Baumarkt oder bei Bekannten mal ausprobieren.
Einen Stielschutz finde ich sehr praktisch.
Für richtig knorriges, verastetes Holz habe ich inzwischen 4 geschmiedete Stahlkeile. Die Treibe ich mit einem Schonhammer ein. Der Hammer hat eine Schrotfüllung, ist dadurch effektiv und rückschlagarm. Er ist mit Kunststoffeinsatz sicher, leise und hat nur 2000g Kopfgewicht. Trotzdem habe ich bis jetzt damit fast alles durchbekommen. Die ganz störrigen Stücke bekommt die Kettensäge klein.
Nachdem mir mal beim Hacken ein abgesplittertes Holzstück ins Auge geflogen ist, setze ich immer eine Schutzbrille auf- schadet nicht.
Später, wenn meine Kräfte nachlassen, kaufe ich mir vielleicht auch einen Holzspalter. Damit machts bestimmt auch Spaß.
Viel Freude beim Holzmachen.